Umgang mit generativer KI im UNIGIS-Studium

Generative Künstliche Intelligenz (KI) Systeme bieten für Studium und Lehre vielfältige Potenziale, aber auch neue Herausforderungen. Wichtige Fragen rund um Studium und der Verwendung generativer KI sollen Ihnen auf dieser Webseite beantwortet werden. Werfen Sie auch unbedingt einen Blick in unseren Leitfaden zum Umgang mit generativer KI.

Uns ist wichtig, dass Sie trotz oder eben mit generativen KI Systemen Ihre Lernprozesse eigenverantwortlich lenken und sich einen Lernzuwachs sichern können. Letztendlich muss der intellektuelle Prozess und die Verantwortung über die produzierten Inhalte immer beim Menschen bleiben, und darf nicht an eine Maschine ausgelagert werden. Der Entscheidungsbaum von Aleksandr Tiulkanov hilft dabei:

Basiert auf Aleksandr Tiulkanov (2023): Is it safe to use ChatGPT for your task? Online verfügbar (© https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de)

Was genau ist generative künstliche Intelligenz?

Generative künstliche Intelligenz (KI) ist eine Art von KI, die in der Lage ist, Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, Audios oder Softwarecode zu erstellen. Sie stützt sich auf anspruchsvolle Deep-Learning-Modelle, die mithilfe riesiger Datenmengen in einem sogenannten "self-supervised" Ansatz trainiert werden. Muster und Beziehungen werden dabei selbstständig identifiziert und kodiert. In einem zweiten Schritt, der Inferenz-Phase, werden diese Informationen verwendet, um auf einen Prompt hin Inhalte zu generieren, die den erlernten Mustern und Beziehungen ähneln.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Thema, die neben dem Leitfaden zum Umgang mit generativer KI eine erste Orientierung für den Einsatz von Systemen generativer KI im UNIGIS-Studium bieten. Bitte beachten Sie, dass sich die verfügbaren Systeme kontinuierlich weiterentwickeln und die Situation derzeit recht dynamisch ist. Es ist daher durchaus möglich, dass auch dieser Leitfaden angepasst werden muss. Schauen Sie gerne wieder hier vorbei, bleiben Sie kritisch und nutzen Sie mehr denn je Ihren Hausverstand.

Stand: 11.03.2026

Sofern die Nutzung von generativen KI-Systemen im UNIGIS Studium von der/dem Lehrbeauftragten nicht dezidiert untersagt wird, unterliegt ihr Einsatz in den Modulen grundsätzlich Ihrem eigenen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie. Wurde generative KI verwendet, so ist dies jedenfalls zu kennzeichnen (siehe Abschnitt „Wie gebe ich die Verwendung von generativer KI in Aufgabeneinsendungen richtig an?”).

Die Nutzung von generativer KI in Masterarbeiten wird separat behandelt (siehe dazu “Darf generative KI in der Masterarbeit verwendet werden?”).

Gut eignet sich generative KI für die Begleitung beim Einstieg in ein neues Thema, zur Verschaffung eines ersten Überblicks über relevante Aspekte, oder eine initiale Ideengebung. Je tiefer und spezifischer eine Fragestellung ist, desto problematischer ist der generierende Prozessschritt („Inferenzphase“), in dem aus einzelnen Komponenten der trainierten Grundgesamtheit ein neues Produkt (Text, Bild, etc.) kombiniert wird. Je besser Sie das Themenfeld bereits durchdrungen haben, desto eher werden Sie über die Kompetenz verfügen, die Validität der Ergebnisse realistisch einzuschätzen.

Aber bedenken Sie: Immer, wenn Sie die Ergebnisse nicht im vollen Umfang verstehen bzw. die Korrektheit nicht mit Sicherheit einschätzen können, ist die generative KI kein geeignetes Werkzeug.

Der Einsatz generativer KI-Tools zur Erstellung von Texten, Abbildungen oder Code sowie zur Textüberarbeitung in Form eines Lektorats oder zur Stilverbesserung ist in Masterarbeiten streng reglementiert. Bitte lesen Sie sich dazu den Leitfaden genau durch und wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Masterarbeitsbetreuerin bzw. Ihren Masterarbeitsbetreuer.

Der Einsatz von generativen KI-Tools (z. B. ChatGPT, Microsoft Copilot, Gemini, Claude) bei beurteilungsrelevanten Aufgaben muss transparent und nachvollziehbar deklariert werden. Folgendes ist zu beachten:

1. Deklarationstabelle
Jede Aufgabeneinsendung muss am Ende eine vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllte Deklarationstabelle enthalten, in der Sie Umfang und Art der KI-Nutzung angeben. Die Vorlage finden Sie im Leitfaden und auf Moodle.

2. Besonderheiten bei Programmieraufgaben
Wird bei Codingaufgaben generative KI eingesetzt, reicht das Ankreuzen der entsprechenden Checkbox in der Deklarationstabelle allein nicht aus. Zusätzlich sind alle Codeabschnitte, die nicht vollständig eigenständig verfasst oder nur geringfügig angepasst wurden, direkt im Code zu kennzeichnen, beispielsweise durch einen Kommentar wie:

Beispiel eines solchen Kommentares im Python-Script:
# Dieser Codeabschnitt wurde mit Unterstützung von ChatGPT (GPT-4.5, Mai 2025) generiert.
# Eingabe: “Write a Python script to convert WGS84 coordinates to UTM”
# Ausgabe teilweise übernommen und angepasst.

Wichtig: Sie tragen stets die volle Verantwortung für die Inhalte Ihrer Arbeit.

Das ungekennzeichnete Verwenden von KI-generierten Inhalten wird als wissenschaftliches Fehlverhalten gewertet, ähnlich einem Plagiat, und kann zu einer negativen Note oder sogar, im schlimmsten Fall, zum Ausschluss aus dem Studium führen.

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