Forschung
Forschungsgruppen
Verbindet satellitengestützte Erdbeobachtung mit Geoinformatik, um humanitäre Einsätze zu unterstützen – Unternehmenspartner ist Ärzte ohne Grenzen. Die Arbeitsgruppe perfektioniert die Informationsextraktion aus Satellitenbildern per Deep Learning und objektbasierter Bildanalyse über die Integration mit OpenStreetMap- und Statistikdaten bis zur Kommunikation der Ergebnisse an operative Entscheidungsträger:innen. Typische Anwendungen sind Bevölkerungsschätzung in Konfliktgebieten, Lagerplanung und Katastrophenmonitoring.
Arbeitet mit Big Earth Observation Data, vor allem aus offenen Archiven wie Copernicus, und entwickelt Verfahren zum automatisierten semantischen Bildverstehen in großen Bilddatenbanken. Schwerpunkte sind die kombinierte raum-zeitliche Analyse langer Zeitreihen sowie der Umgang mit Unsicherheit und Datenqualität in großmaßstäblichen Archiven.
Betreibt Grundlagen- und angewandte Forschung zu georäumlicher KI, räumlichen Wissensgraphen und Semantik/Ontologien in der Geographie. Dazu kommen agentenbasierte Modellierung und numerische räumliche Optimierung. Anwendungsfelder sind unter anderem Energiewende und CO₂-Fußabdruck, Lieferkettenanalyse oder Tourismus.
Unterstützt Organisationen mit Hilfe von Geotechnologien dabei, europäische Nachhaltigkeitsregulierungen wie CSRD, ESRS und die EU-Entwaldungsverordnung zu erfüllen. Themen sind beispielsweise satellitenbasiertes Monitoring von Biodiversität, Klimarisiko und Entwaldung sowie die Erstellung automatisierter GIS-Workflows für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Betrachtet Landschaften als komplexe, sich ständig verändernde Systeme und sucht transdisziplinär nach den Treibern des Landschaftswandels. Methodisch verbindet die Gruppe automatisierte „Geosynthese“ aus Web Services mit Sensornetzwerken und Echtzeitverarbeitung.
Forscht an der Schnittstelle von Geoinformatik und Mobilitätsforschung. Kernthemen sind Datenmodellierung und Netzwerkanalyse von Verkehrsnetzen sowie die Modellierung der Interaktion zwischen sich bewegenden Objekten und ihrer Umwelt. Die Gruppe legt Wert darauf, methodische Innovationen über Kooperationen in die Anwendungspraxis zu übertragen.
Beschäftigt sich mit Offenheit und Transparenz in der räumlichen Forschung – von reproduzierbaren, sauber dokumentierten Analyse-Workflows über Reproduzierbarkeits-Richtlinien für wissenschaftliche Publikationen und Konferenzen bis zu offenen Bildungsressourcen. Ein weiterer Strang ist die Bewertung von Kompetenzen und Fähigkeiten im Erdbeobachtungs- und GI-Sektor.
Identifiziert räumliche Muster von Risiko, Gefahr und Vulnerabilität mittels Geoanalyse und Fernerkundung. Themen sind Massenbewegungen, Hochwasser, Landschaftsdynamik und Klimawandelanpassung, methodisch gestützt auf automatisierte Merkmalsextraktion, InSAR, Zeitreihenanalyse und Machine Learning.
Nutzt Simulationsmodelle als „virtuelle Labore“, um zu untersuchen, wie räumliche Muster aus dem Verhalten und der lokalen Interaktion einzelner Individuen entstehen. Schwerpunkt ist die agentenbasierte räumliche Modellierung; der Abgleich der Simulationsergebnisse mit realen Beobachtungen dient dazu, das Systemverständnis zu prüfen und zu verbessern.

